Wilbich

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Wilbich liegt 270 m über dem Meeresspiegel, umgeben von einigen Bergeshöhen, von denen der Heuberg mit 443 m der höchste ist. Die heute bewaldeten Berghänge waren bis 1872 völlig kahl, was auch die verheerenden Überflutungen in den zurückliegenden Jahrhunderten erklärt.

 

Der Ortsname rührt her vom Wildbach, dem wilden Gewässer. 1318 wurde Wilbich als Dorf des Schlosses Steyn erstmals urkundlich erwähnt, bestand aber damals noch aus 3 Dörfern, nämlich Wyldebeche, Obernwyldebeche und Unterwyldebeche, von denen nur der heutige Ort übrig blieb.

 

Das markanteste Gebäude des Dorfes ist die katholische Kirche, geweiht der Heiligen Maria Magdalena, deren Grundstein 1912 gelegt wurde. Aus Platzgründen wurde sie nur mit einem Seitenschiff gebaut, was man im Eichsfeld nur selten findet. Der Turmaufbau in Fachwerk bildet eine Harmonie mit dem ganzen Dorfbild. Ältestes Ausstattungsstück ist der Taufstein aus dem Jahre 1571. Die Kirche wurde 1996 von außen renoviert und der Vorplatz neu gestaltet.

 

Im Rahmen der Dorferneuerung wurden seit 1994 der Bereich um den Kellerborn und die beiden Dorfeingänge neu gestaltet. Auch der Neubau des Feuerwehrgerätehauses 1994/95 und die Einrichtung des Dorfgemeinschaftshauses zeigen, dass im Ort viel erreicht wurde.

Wilbich hat heute 339 Einwohner und ist als gastfreundliches Dorf bekannt, in dem immer sehr die Traditionen gewahrt wurden, sei es bei den kirchlichen Festen oder bei anderen Gelegenheiten. 1973 wurde hier der Karneval eingeführt. Bis heute hat sich diese Tradition gehalten.